Blutige Nacht im Gazastreifen

Bereits den vierten Tag in Folge griff die israelische Armee Ziele im Gazastreifen an. DieMilitäraktion, die den Namen „Herbstwolken“ trägt, hat bereits mehrere Menschen das Leben gekostet. Palästinenserpräsident Abbas hat inzwischen den UN- Sicherheitsrat aufgerufender anhaltenden Gewalt ein Ende zu bereiten.

Augenzeugenberichten zufolge, sind allein am Mittwoch mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Nach der Belagerung einer Moschee durch israelische Soldaten am Freitag, forderte die Hamas Frauen ausder Umgebung auf, sich den Kämpfern als menschliche Schutzschilde zur Verfügung zu stellen.

Nach Krankenhausangeben wurden zwei Frauen auf dem Weg zur Moschee erschossen und mehrere verletzt. Die israelischen Streitkräfte erklärten, dass unter den Frauen zwei Extremistinnenentdeckt wurden. Sie seien von Schüssen getroffen worden, hieß es weiter.

Am Samstagvormittag versammelten sich dann mehrere hundert verschleierte Frauen um die Moschee und ermöglichten den verschanzten Kämpfern so die Flucht. Dabei wurden ein Kameramann undeine unbekannte Anzahl von Frauen durch Kugeln verletzt.

Im Gazastreifen wurde die Bevölkerung nach dem Freitagsgebet zu Protesten gegen das israelische Vorgehen aufgerufen. Ministerpräsident Ismail Hanija würdigte das Verhalten der Frauenund rief die arabische Welt auf, das andauernde Blutvergießen zu beenden.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rief angesichts der anhaltenden Gewalt den UN-Sicherheitsrat zu einer sofortigen Aktion auf, um die „israelischen Aggressionen“ zu beenden. Dasisraelische Verhalten könne zu einer weiteren Destabilisierung der gesamten Nahostregion führen, so Abbas.

Hintergrund der Offensive ist die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit am 25. Juni.

Quelle: N24 Online

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